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Neuigkeiten
23.01.2020, 12:01 Uhr | Walter Goda
Gemeinde-Notfallsanitäter, ein gelungenes Projekt!
Auf Vermittlung des CDU Kreisverbandes Vechta trafen sich jetzt interessierte CDU-Politiker aus Hessen mit Vertretern des Malteser Hilfsdienstes in Lohne.
Maik Gölles hat neben seiner jahrelangen Erfahrung als Rettungssanitäter noch Zusatzqualifikationen erworben und ist nun Gemeinde-Notfallsanitäter. Sein Einsatzfahrzeug unterscheidet sich kaum von einem Notarztwagen, enthält aber deutlich mehr Material, weil er auch in der Lage ist Verbände zu wechseln, Katheter zu legen oder Medikamente zu geben. Er wird immer dann geschickt, wenn über die Leistelle kein Transport in ein Krankenhaus als erforderlich eingeschätzt wird. Ziel des Projektes ist es für den Patienten die best mögliche Versorgung zu gewährleisten und diese bedeutet eben nicht immer den Transport ins Krankenhaus, denn unnötige Transporte sind auch sehr belastend für die Patienten. Eine weitere Versorgung in gewohnter Atmosphäre ist dann klar die bessere Option. Im Nebeneffekt können so auch ganz erhebliche Kosten gespart werden. Die Krankenhaustransporte reduzieren sich, die Notfallambulanzen der Krankenhäuser werden entlastet und auch für Hausärzte ist dieses System eine deutliche Entlastung.

Bild: Matthias Niehues, OV
Lohne - Wichtig ist es, so der Rettungsdienstleiter Oliver Peters, dass die Leitstelle eine qualifizierte und rechtlich abgesicherte Einschätzung treffen kann. Um das zu erreichen wurden neue Abfragesysteme eingeführt und die Schulung intensiviert. Gerade auch der Fachkräftemangel zwingt uns im System effektiver und sinnvoller zu arbeiten, so die Einschätzung von Oliver Peters.
Der Erfolg des Projektes steht schon heute fest, auch wenn die komplette Auswertung der Zahlen noch aussteht. Die Universitäten Maastricht und Oldenburg begleiten das Projekt. Neben dem Innenministerium in Hannover sind auch die Krankenkassen AOK und VDK, neben den Landkreisen, mit Zuschüssen dabei. Ganz bewusst sind die Landkreise Ammerland, Cloppenburg, Vechta und die Stadt Oldenburg vertreten, um auch mit verschiedenen Strukturen Erfahrungen sammeln zu können. Im Februar steht nun die Entscheidung an, ob das Projekt verlängert, eingestellt oder in den Regelbetrieb geht. Ziel der Malteser ist es dieses Projekt bundesweit zu etablieren.

Der CDU Kreisvorstand und die CDU Kreistagsfraktion sind vom Erfolg überzeugt und sprachen sich klar für eine Übernahme in den Regelbetrieb aus. An diesem Termin teilgenommen haben die Ausschussvorsitzenden Finanzen/Soziales/Wirtschaft, Walter Goda, und Ausschuss Feuerschutz/Rettungswesen, Franz-Josef Theilen, und die Vorsitzende des Facharbeitskreises Soziales, Simone Göhner.
Die CDU-Vertreter aus Hessen, angeführt von der sozialpolitischen Sprecherin der CDU Landtagsfraktion, Claudia Ravensberg, zeigten sich beeindruckt und überzeugt von diesem Projekt. Jetzt gelte es dieses Projekt auch in Hessen politisch durchzusetzen.